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Siegward Sprotte

"Rhythmus und Farbe", 1977

Gouache auf Büttenkarton

73 x 102 cm / gerahmt 103 x 132 cm  ″

unten links signiert, datiert "S. Sprotte 77"

- mit Modellrahmen -

N 9340


Über das Werk

Mit nur wenigen Pinselstrichen konnte der 1913 in Potsdam geborene Siegward Sprotte einen ganzen Kosmos entstehen lassen. Auch in der hier vorliegenden Arbeit wirken seine Pinselstriche wie kalligrafische Zeichen. Sprotte, der sich zu Beginn seines künstlerischen Schaffens durchaus auch mit figurativer Malerei auseinandergesetzt hatte, verabschiedete sich ab 1958 von der abbildhaften Kunst. Zwar malte und zeichnete er weiterhin Landschaften mit topografischen Bezügen, jedoch lassen sich diese nicht mehr genau lokalisieren. Diese Entwicklung ist in Sprottes Werk bereits früh angelegt. Während seiner Militärzeit und einer längeren Krankheit zu Beginn der 1940er-Jahre arbeitete er bereits mit Hermann Kasack (1896 Potsdam – 1966 Stuttgart) an dessen Essay "Über das Chinesische in der Kunst" (1941) und setzte sich intensiv auch mit östlicher Kunst auseinander. Kasack, der zu dieser Zeit Cheflektor im Verlag S. Fischer war, verstand das "Chinesische" als eine bestimmte Grundhaltung des Schaffenden. Für diese Grundhaltung sei "das Andeuten, Weglassen, das Unscheinbare, die bildhafte Konzentration, die unreflektierte Einfachheit, das Mittel der Assoziation und der Gegenbezüglichen" charakteristisch.
Schaut man mit diesem Wissen auf die späten Werke Siegward Sprottes, so werden die Verbindungen mehr als deutlich. Auch Sprotte deutet eher an, als das Exakte zu formulieren, Weniger ist mehr in seinen Darstellungen. Nicht etwa landschaftliche Besonderheiten stehen im Mittelpunkt seiner Bildauffassung, vielmehr wird die Meereslandschaft als solche zum Thema, indem Sprotte sich auf die wesentlichen Charakteristika der Dünenlandschaft und der Meeransichten konzentriert. Die gesamte Komposition zeichnet sich nicht durch Komplexität aus, sondern fasziniert durch die Einfachheit der Darstellung. Allein in dieser konsequenten Reduktion und Konzentration bleibt im Geist des Betrachters Raum für die Fülle der Realität, die nicht nachgeahmt werden kann.
(Andrea Fink)


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