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Walter Bertelsmann

"An der Hamme", ca. 1920

Öl auf Malpappe

40 x 50 cm / gerahmt 51 x 61 cm  ″

unten links signiert
zur Aufnahme in das WVZ von H. Felgendreher vorgesehen mit der WVZ Nr. 238
(ähnliches Motiv unter WVZ Nr. 239)

- mit Goldschmuckrahmen -

N 9360

Reserviert

Über das Werk

Es heißt, Walter Bertelsmann habe schon in jungen Jahren seine Leidenschaft für die Malerei entdeckt, mitten im Klavierunterricht sei er nach einem sehnsuchtsvollen Blick durch das Fenster hinausgerannt mit den Worten: "Ich muss malen!" Ob Tatsache oder Legende - es braucht noch eine ganze Weile, bis der junge Mann, der 1898 in die väterliche Importtabakfirma Bertelsmann und Lüderitz eintritt, sich voll und ganz der bildenden Kunst zuwendet. Im Künstlerdorf Worpswede, das er 1893 zum ersten Mal besucht, lässt der "reisende Tabakverkäufer mit dem Skizzenbuch" sich schließlich nieder und erhält im Atelier von Hans am Ende eine zweijährige künstlerische Ausbildung. Er pflegt freundschaftliche Beziehungen zu den hier ansässigen Malern Otto und Paula Modersohn, Fritz Mackensen und Karl Krummacher.
Wie seine Kollegen zieht auch Bertelsmann häufig mit Staffelei und Palette hinaus in die Natur, hält mit zügigem Strich auf kleinformatigen Malpappen oder Hartfaserplatten das Gesehene aus dem unmittelbaren Eindruck heraus fest. Mit ihrer spontanen, lockeren Handschrift und ihrem lichtvollen Kolorit atmen diese Gemälde eine große Frische und Lebendigkeit.
So auch dieses Bild der Zeit um 1920, als der Maler sich und seiner Familie nach einem Fronteinsatz im Ersten Weltkrieg mit dem Kauf eines Fachwerkhauses im Rusch ein neues Domizil geschaffen hat. Das Motiv - geprägt von überzeugender Komposition, lockerem Duktus und exquisiter Farbigkeit - ist typisch für die Worpsweder Landschaftsmalerei ebenso wie den individuellen Stil von Walter Bertelsmann. Die Hammeniederung mit ihren überschwemmten Wiesen öffnet einen Blick bis zum fernen Horizont, der sich in der Weite der Landschaft gleichsam zu verlieren scheint. Der Maler verzichtet auf Staffagefiguren und landschaftliche Versatzstücke, an denen sich das Auge in der tiefenräumlichen Erstreckung der Ebene festhalten könnte. Während sich nur von den Rändern her grün-braune Fetzen der Moorlandschaft flach in das Bild hineinschieben, nehmen Wasser und Wolken nahezu die gesamte Fläche ein und sind die eigentlichen Protagonisten dieses Gemäldes. Denn wie schon seine Vorgänger der ersten Worpsweder Malergeneration ist auch
Walter Bertelsmann fasziniert vom flüchtigen Spiel und koloristischen Reiz des Himmels, von seinen wechselnden Stimmungen mit zarten, munter dahinziehenden Cirruswölkchen oder bedrohlich sich auftürmenden Gewitterwolken. In der subtilen Palette zahlreicher nuancierter Blautöne schafft der Maler hier eine Landschaft, die sich von der teils dunkeltonigen Palette seiner Malerkollegen löst und der offenen, lichtdurchdrungenen Kunst des Impressionismus zuneigt, die in seinem Werk auf ganz besondere Weise Ausdruck findet.
(Doris Hansmann)
 


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