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Kuno Gonschior

"Gelb", 1990

Öl und Wachs auf Leinen

100 x 80 cm / gerahmt 100 x 80 cm  ″

rückseitig auf der Leinwandgrundierung signiert, datiert, bezeichnet
"KUNO GONSCHIOR 1990 GELB ÖL, WACHS, LEINEN Nr.: 11.9.90"

N 9361


Über das Werk

Seit seiner Studienzeit experimentierte Kuno Gonschior mit verschiedensten Farbpigmenten und Substanzen. Neben Öl und Acryl kamen Eigelb, Wachs, später auch Gel hinzu. Auch der Malgrund variierte oder der Maler verwendete, wie in dem hier vorgestellten Bild, einfach die unbehandelte Rückseite einer weiß grundierten Leinwand. In dieser Zeit wurden Gonschiors Farben voluminöser und nicht mehr nur als optische Erscheinung, sondern auch als Substanz wahrgenommen: "Die in den 80er Jahren zu verzeichnende Steigerung der haptischen Qualität" (…) von Gonschiors Malerei lässt die "Strenge und Analytik früherer Perioden zugunsten einer neuartigen Emotionalität und assoziativen Offenheit hinter sich". (Manfred Schneckenburger: Ein Analytiker als Peintre Pur. In: Kuno Gonschior. Ausstellungskatalog Märkisches Museum Witten, 2000, Seite 8)
Der Maler selbst bekannte 2008 rückblickend: "Ich habe früher sehr theoretisch überlegt, wie ein Bild sein müsste und entsprechend streng ging ich das auch an. Von einem gewissen Zeitpunkt an, vielleicht war das vor 15 Jahren, habe ich gesagt, jetzt pfeife ich auf die Theorie, jetzt male ich so, wie ich es gern tue. So richtig aus dem Bauch, vital und ganz kräftig. Ich vergaß die ganze Theorie und habe drauflosgemalt und gelangte so auch in diesen rauschhaften Zustand. Das gab es vorher nicht."
Gelb, gab Gonschior gerne zu, sei seine Lieblingsfarbe, mit der er Licht, Sonne und Wärme verbinde und die ihn deutlich positiv stimme: "Offensichtlich geht es vielen meiner Sammler, die Gelb-Bilder besitzen, ähnlich. Ich verkaufe die Bilder an Männer über 50. Ich habe etwa 70 gelbe Bilder verkauft, mindestens die Hälfte davon an alte Männer, wenn nicht noch mehr. Sie überwintern mit dem Bild und nehmen es mit, wenn sie in ein anderes Zimmer gehen und sich dort längere Zeit aufhalten." (beide Zitate aus: "Die Farbe hebt mich. Kuno Gonschior im Gespräch mit Walter Smerling", in: Aust.-Kat. Kuno Gonschior. Nur für Dich und mich, MKM Museum Küppersmühle für moderne Kunst, 2008, S. 27 und 23)
(Eva Müller-Remmert)
 


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