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Heinz Mack

"spring swing", 2012

Acryl auf Leinwand

100 x 79 cm / gerahmt 119 x 99 cm  ″

signiert, datiert, betitelt

- mit Modellrahmen -

N 9115


Über das Werk

Das heiter beschwingte Lebensgefühl des Frühlings, ausgedrückt mit den Mitteln der geometrischen Abstraktion, atmet das vorliegende Gemälde „spring swing” von Heinz Mack. Der assoziative Bildtitel verweist auf tänzerische Bewegung, schwungvollen Rhythmus und die positive Stimmung der Jahreszeit. Im Unterschied zu anderen, streng und schlicht angelegten Kompositionen spielt Mack hier mit unterschiedlich dimensionierten und ausgerichteten Dreiecks– und Trapezformen, die er wie ein zufälliges Mosaik formatfüllend über die Bildfläche verteilt. Dazwischengeschaltet sind schmale, streifenartige Rechteckelemente. Im Verlauf von oben nach unten nimmt die Intensität der pastellhaften Farbwerte ab. Ein Raster aus kleinen weißen und schwarzen Quadraten überzieht die gesamt Bildfläche und legt sich wie ein grobmaschiges Netzgewebe über die Farbfelder, wobei im Bereich der horizontalen Bildmitte ein fließender Wechsel zwischen diesen hellen und dunklen Gestaltungselementen stattfindet. Es entsteht der Eindruck eines offenen Davor und geschlossenen Dahinter, der dem Bild eine zusätzliche räumliche Dimension verleiht. Mit gelockerter Expressivität formuliert Mack die Idee lebhafter Farb– und Formbewegungen auf der Bildfläche. Lichtes Frühlingskolorit vermengt sich mit der Aktion ineinandergreifender Flächenzonen zu einem dichten, scheinbar ungeordneten Gefüge von Farben und Formen. Kontrastierend zum freien, gleichsam unbekümmerten Spiel der Farbfelder erscheint das klare, schematische Ordnungsprinzip der gerasterten Quadrate. Somit bestimmt das spannungsreiche Mit– und Gegeneinander von fester konkreter Ordnung und dynamischer Instabilität die konzeptuelle Strategie der Arbeit. Das Werk offenbart exemplarisch, wie wichtig der Aspekt Rhythmus im Schaffen von Mack ist. Er hält die Dinge zusammen und schafft Dynamik, er sorgt für Harmonie und prägt die optische Wahrnehmung. Hinzu tritt die lichtgesättigte Farbe, die durch die gezielte Interpunktion der quadratischen Elemente einen pulsierenden Effekt gewinnt.
(Andreas Gabelmann)


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