Nebel über der Wümme mit Mond
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Christian Modersohn

"Nebel über der Wümme mit Mond", 1996

Aquarell auf Büttenpapier

28 x 47 cm / gerahmt 56 x 72 cm

unten rechts signiert,
datiert "Modersohn 96"

- mit Modellrahmen -

N9140


Über das Werk

"Selten malte er am Mittag oder Nachmittag. Der Übergang, die Dämmerung am Morgen oder Abend bedeutete ihm mehr. Am frühen Morgen liebte er die Nebelstimmungen (…). Die Darstellung des Lichts, die Spiegelungen des Himmels im Wasser des Flusses oder der Widerschein auf den überschwemmten Wiesen waren sein Thema." Mit diesen Worten erinnerte sich Antje Modersohn an ihren Vater, den Maler Christian Modersohn. Als Sohn von Otto Modersohn (1865-1943) führte der 1916 in Bremen geborene und 2009 in Fischerhude verstorbene Künstler die reiche Tradition der Worpsweder Landschaftsmalerei in die Gegenwart. Zu seinen bevorzugten Motiven zählte zeitlebens der weite Blick über die stillen Felder und Wiesen entlang des kleinen Flusslaufs der Wümme unter den spezifischen tageszeitlichen Stimmungen während der Stunden der Dämmerung. Nachdem Modersohn 1957 etwas außerhalb des Dorfes Fischerhude in der Bredenau sein Wohn- und Atelierhaus erbaut hatte, lag sein Lieblingsort - der Nordarm der Wümme - nur wenige Minuten entfernt. Fasziniert vom einzigartigen Ausdrucksspektrum dieser menschenleeren Landschaftskulisse widmete sich der Maler in einer Fülle von Bildschöpfungen immer wieder diesem reizvollen Sujet. Hierbei wurde das Aquarell sein favorisiertes Medium. Im vorliegenden Blatt schwingt sich der Blick über die nebelverhangene Landschaftsszenerie. Im Dunst des sehr frühen Morgens scheinen sich die Formen diffus aufzulösen und als schemenhafte Silhouetten fast geisterhaft aufzuschimmern. Unter souveränem Einsatz der Aquarelltechnik bannte Modersohn das Zusammenspiel von Licht und Feuchtigkeit, Hell und Dunkel, in eine atmosphärisch verdichtete Bildlösung. Die luzide Transparenz der wenigen, sparsam und subtil gesetzten Farbnuancen antwortet dem unmittelbaren Augenblickserlebnis des ersten Morgenlichts über der Wümme - der Mond kündet von der vergehenden Nacht. "Das Licht ist gewissermaßen schon da, ich bringe es nur zum Vorschein durch die Farbe", erklärte Modersohn die Intention seines Schaffens. Modersohn gelingt es meisterhaft, den beinahe unwirklichen Moment eines Zwischenzustandes von Tag und Nacht über der norddeutschen Landschaft einzufangen. Ein gleichsam magischer Zauber wohnt dem Aquarell inne. Das Gefühl von Ruhe und Harmonie spricht aus der wie transzendent wirkenden Komposition.
(Andreas Gabelmann)


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