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Udo Peters

"Heuernte", 1955

Öl auf Leinwand

49 x 60 cm / gerahmt 57 x 76 cm  ″

unten links signiert "Udo Peters"

- mit Modellrahmen -

N 9346


Über das Werk

Ein ambitionierter und gebildeter junger Mann, ausgestattet mit einer brennenden Leidenschaft für die Malerei, das ist Udo Peters, als er Worpswede 1906 zum ersten Mal besucht. Noch steht er am Beginn seiner Laufbahn und hat sich der Porträtmalerei verschrieben, doch hier - unter dem Eindruck des Teufelsmoors - entsteht sein erstes Landschaftsgemälde. Der 23-Jährige, der an der Kunstschule in Hannover und an der Münchener Akademie seine Ausbildung genossen hat, ist klug genug, sich dem allgegenwärtigen Einfluss der ersten Worpsweder Malergeneration zu entziehen und zunächst seinen eigenen künstlerischen Weg zu suchen, bevor er 1908 zurückkehrt und sich endgültig in der Künstlerkolonie niederlässt. Hier wird er, unterbrochen von einigen Studienreisen nach Holland, Italien, Kroatien und in die Schweiz, sein Leben verbringen und als Chronist des Dorfes in die Annalen eingehen. Unterwegs mit dem Fahrrad - Pinsel, Palette, Leinwand und Staffelei im Gepäck - ist er aus dem Ortsbild kaum mehr wegzudenken. Immer wieder entdeckt er neue Blickwinkel, neue Motive, neue Farbstimmungen, die in seine Gemälde einfließen - darunter Straßen und Wege, Häuser und Höfe, Moorgräben und Birkenwälder, sonnendurchflutete Sommertage und zarte, frühlingshafte Stimmungen, die Landschaft im Morgenlicht und in abendlicher Dämmerung, nur selten aber in trüber, verhangener Atmosphäre. Und obgleich Peters’ Werke eine profunde Kenntnis der Moderne zum Ausdruck bringen und stilistisch zum Expressionismus tendieren, liegt dem Künstler eine dynamische, emotionale und überbordende Expressivität fern. Seine Bilder sind wohlüberlegt, kompositorisch ausgewogen und architektonisch gebaut, mit breit angelegten Pinselstrichen und rhythmisch gestaffelten farbigen Flächen.
So auch die ebenso charakteristische wie gelungene "Heuernte" aus dem Spätwerk des Malers: eine typische Worpsweder Landschaft mit Feldern und Wiesen, dem sich schnurgerade in die Tiefe des Bildes hineinziehenden Moorgraben, einer einsame Kate mit weit herabgezogenem Strohdach und einem von großen Bäumen umstandenen Gehöft. Der tief angesetzte Horizont räumt dem titelgebenden Motiv kaum mehr als ein Drittel der Fläche ein, während der ruhige, wenig bewegte Himmel sich raumgreifend über der Ebene wölbt. Die bedeutendste Rolle im Bildkosmos aber spielen der bereits vollgeladene Heuwagen und die kleinen Figuren, die so häufig bei Peters zu finden sind. Mit ihrer kraftvollen Farbigkeit - der typischen schwarzen Hose und leuchtend blauen Jacke des Moorbauern sowie der strahlend weißen Schürzen und Hauben der Frauen - treten sie deutlich aus ihrer tonigen Umgebung hervor, setzen lebendige Akzente und machen den eigentlichen Reiz der stillen Szene aus. Udo Peters zeigt den Menschen tief verwurzelt in der Landschaft, im Einklang mit der Natur, im Rhythmus der Jahreszeiten.
(Doris Hansmann)


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