Bei Wangen
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Erich Heckel

"Bei Wangen", 1945

Aquarell und farbige Kreiden auf Papier

50,5 x 69,3 cm / gerahmt 80 x 98 cm

unten rechts signiert, datiert, betitelt
"Heckel / 45 / Bei Wangen"

- mit Modellrahmen und spiegelfreiem Glas -

N9285


Über das Werk

Das großformatig angelegte Aquarell "Bei Wangen" zeigt den reizvollen Panoramablick von einer Anhöhe auf der Bodenseehalbinsel Höri über die schmale Wasserfläche des Untersees auf das gegenüberliegende schweizerische Ufer, wo der ansteigende und teils bewaldetete Thurgauer Seerücken die Fernsicht auf die Alpen verdeckt. Im Mittelgrund schiebt sich als kleine, mit Pappeln bestandene Landzunge das „Wangener Horn” in die Seefläche. In dieser Gegend hatte Erich Heckel im Sommer 1944 - nach der kriegsbedingten Zerstörung seines Berliner Ateliers - eine neue Heimat gefunden. Auf Vermittlung des befreundeten Kunsthistorikers Walter Kaesbach, der seit 1933 auf der Höri lebte, konnten Erich und Siddi Heckel in dem kleinen Fischer- und Bauerndorf Wangen eine Bleibe finden und dort ihr erstes Quartier am Bodensee beziehen, bevor sie dann im Herbst 1944 in ein etwas größeres Haus ins benachbarte Hemmenhofen umzogen. In der Folgezeit beschäftigte sich Heckel intensiv mit der landschaftlichen Umgebung der idyllischen und weitestgehend ursprünglich gebliebenen Naturregion. In zahlreichen Gemälden und Aquarellen fing er die besondere Stimmung und einzigartige Atmosphäre der abgeschiedenen Landschaft zu wechselnden Tages- und Jahreszeiten ein.
In typischer Manier für Heckels Landschaftsdarstellungen seit den 1920er Jahren sind auch im vorliegenden Blatt von 1945 das Große und Ganze, die Weiträumigkeit und Formenvielfalt des Motivs mit sicherem Gespür für Wesen und Charakter einer Landschaft erfasst. Flächige Formvereinfachungen, transparente Farbklänge und ein harmonischer Gesamtausdruck prägen Heckels Bildsprache, die sich gegenüber der heftigen Expressivität der "Brücke"-Zeit deutlich beruhigt hatte. Doch weiterhin vertraute der Maler auf die formbildende Kraft des unmittelbaren Seherlebnisses als entscheidender Impulsgeber schöpferischen Tuns.
(Andreas Gabelmann)


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