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Heinz Mack

"Ohne Titel", 2015

Pastellkreide auf Bütten

111,5 x 76,5 cm / gerahmt 114 x 148 cm  ″

unten rechts signiert, datiert

N 9186


Über das Werk

Der Philosoph, Bildhauer und Maler Heinz Mack ist ein vielseitiger Künstler, dessen Lichtkunstwerke und monumentale Skulpturen weltbekannt sind. Zusammen mit Otto Piene gründete er 1957 die europaweite Künstlerbewegung ZERO, der 1961 auch Günther Uecker beitrat. Mit innovativen, auch elektronischen Techniken schufen die jungen Künstler moderne dynamische Werke, die mit den traditionellen Vorstellungen von Kunst brachen.
Das beherrschende Thema der künstlerischen Arbeit von Heinz Mack ist die Gestaltung der Lichtenergie in Spiegelung und Bewegung. Der Pionier der Licht– und Kinetik–Kunst ist international vor allem durch architektonische und skulpturale Werke im öffentlichen Raum bekannt. 1968 malte Heinz Mack sein vorerst letztes Bild und arbeitete für lange Zeit ausschließlich als Bildhauer. Ab 1991 wandte er sich wieder der Malerei zu, und es entstanden großformatige, farbige Gemälde und Papierarbeiten, die er „Chromatischen Konstellationen” nannte, denn ihre innerbildlichen Farbverläufe suggerieren prismenartige Lichtbrechungen. In strahlender Farbigkeit und durch einen flirrenden Farbauftrag scheinen diese Bilder von innen her zu strahlen und vermitteln Kraft und Dynamik. Ihre Formensprache basiert auf einfachen geometrischen Grundformen wie Viereck, Dreieck, Kreis und den sich daraus ergebenden dynamischen Spiralen, Rhomben und Bögen. Ihre Leuchtkraft und die dynamisch–geometrischen Strukturen offenbaren Macks Philosophie über die lebenswichtige Kraft des Lichtes: "Malerei hat mich immer fasziniert, wenn sie von Licht erfüllt ist. Aber Malerei ist für mich auch weit mehr: Sie ist jener Vordergrund des unendlich tiefen und schwarzen Raums, in dem Licht und Farbe untrennbar eins geworden sind. Die Identität von Licht und Farbe, welche im Spektrum sichtbar wird, ist der Gegenstand meiner Malerei – es ist ihr einziger Gegenstand".
(zitiert nach: Burkhard Leismann (Hrsg.): Mack, lichtkunst. Köln 1994, S. 7)
(Eva Müller–Remmert)


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